Was Designer wie Karl Lagerfeld oder Wolfgang Joop für Deutschland darstellen, verkörpern Gavin Rajah und Jenni Button für Südafrika. Das Pendant zum deutschen Luxuslabel Escada ist in Südafrika „Stoned Cherrie“ oder „Sun Goddess“, zwei Modelabels mit besonders hohem „Must-Have-Faktor“.
Wer die südafrikanische Modeszene mit Billigimporten aus Asien oder Flohmarktware aus Europa gleichsetzt, ist auf dem Holzweg. Kapstadt und Johannesburg sind wahre Hochburgen für Markenlabels und Couture-Schneider, deren Top-Designer ihre Fühler schon längst nach den europäischen Fashionshows in Paris oder London ausgestreckt haben. Mit Boutiquen in internationalen Hauptstädten begeistern raffinierte Outfits „Made in South Africa“ Modebewusste weltweit.
Johannesburg beheimatet seit 1997 die Sanlam Fashion Week. Im April führen Models die Sommerkollektionen vor, im Oktober präsentieren Designer und Labels ihre Winteroutfits. Auf der Joburg Fashion Week Ende August dreht sich nochmals eine Woche lang alles um Mode von afrikanischen Top-Designern und aufstrebenden Talenten.
Johannesburg widmet sogar einen ganzen Bezirk seiner Modeszene. Im Fashion District tummeln sich mehr als 100 Firmen vom Stoffproduzent über den Schneider bis zum Designer. Das Fashion Kapitol erhebt sich zum neuen Zentrum des Fashion Districts mit mehr als 30 Geschäften, das zusätzlich eine große Plattform für Modenschauen oder Produktpräsentationen bietet und Touristen wie einheimische Modeliebhaber anzieht.
Die Cape Town Fashion Week hat sich zur international meist beachtetsten Modeshow in Afrika entwickelt. Auf Afrikas größter Versammlung von Modetalenten bestaunen jährlich Anfang August mehr als 30.000 Besucher, Medienvertreter und Einkäufer die trendigsten afrikanischen Stile.
Du bist als Besucher auf allen Fashion Shows herzlich willkommen – vorheriger Ticketkauf ist unbedingt erforderlich. Die vorgeführten Outfits kannst du direkt im Anschluss an die Shows kaufen. Ganzjährig erhältst du die Trendlabels beispielsweise im „Billie“ oder im „Metrosexual“ in Kapstadt.
Die musikalische Stimme Südafrikas hat Gehör in aller Welt erreicht. Vom Gospel-Song über Afrikaans Music, vom Jazz über R&B-Rhythmen bis hin zu Disco und Afro-Pop haben Südafrikaner ihre Musikstile genutzt, um Lebensgefühle auszudrücken oder gegen Diskriminierung und Apartheid zu demonstrieren.
Moderner Afro-Pop verführt dich mit einer Mischung aus urbanen und elektronischen Rhythmen zum Tanzen. Der bekannteste Afro-Pop-Exportschlager ist die Gruppe Malaika, die mit ihren weltweit verkauften Alben „Malaika“, „Vuthelani“ und „Sekunjalo“ auch international live aufgetreten sind. Auch die Band Mafikizolo begeistert mit ihrem Afro-Pop-Stil, und Freshlyground erhielten 2006 sogar einen MTV-Award.
Der afrikanische Beat geht weiter mit Kwaito. Kwaito ist eine spezielle Mischung aus House, R & B, HipHop und afrikanischen Klängen. Er kommt aus den Townships und steht für den Traum schwarzer Südafrikaner, durch eine Musik-Karriere den Ghettos zu entfliehen. Bekannte Interpreten wie Brenda Fassie, Dantai und TKZee haben Kwaito als Sprachrohr der südafrikanischen Jugend bis nach Amerika und zu dir ins CD-Regal gebracht.