Auf Safari - Die "Big Five" beobachten

Obwohl ein gewisses Maß an Glück beim Wildtierbeobachten immer von Nöten ist, erhöhen sich die Chancen, die Big Five zu Gesicht zu bekommen, erheblich, wenn man die Lebensräume und Gewohnheiten der Tiere kennt. Die besten Erfolgsaussichten hat der Besucher am frühen Morgen, am späten Nachmittag und am Abend. In der heißen Mittagszeit ruhen die Tiere und die Besucher sollten es ihnen gleichtun. 
 

Der Löwe – ein tagaktiver Jäger

Ob sie im Rudel oder allein jagen, die bevorzugte Beute der Löwen sind Gnus, Büffel, Zebras, Giraffen und Warzenschweine. Die Jagd, meist am frühen Morgen oder späten Nachmittag, ist die Aufgabe der Löwinnen. Zusammen mit ihrer Beute leben die Löwen gewöhnlich auf offenem Weideland, obwohl auch schon Löwen, die auf Bäume klettern, beobachtet wurden. 

Der Krüger Nationalpark hat als Löwenreservat bereits Kultcharakter. Der Park ist jedoch bei weitem nicht der einzige Ort in Südafrika, an dem Besucher die Könige der Tiere zu Gesicht bekommen können. Das Gebiet südlich des Olifants River, zwischen den Orpen und Satara Camps, die Eastern Grasslands in der Nähe von Tshokwane und die Waldlandschaften um Skukuza herum sowie Lower Sabie und die Crocodile Bridge Camps bieten ebenfalls hervorragende Möglichkeiten, einen Löwen zu beobachten. 
Der Waterberg in Limpopo, Pilanesberg National Park in der North West Province und der Addo Elephant National Park am Eastern Cape sind weitere Gebiete, die sich zur Löwenbeobachtung eignen. Interessant für die Touristen ist diese Region auch, da es dort keine Malaria gibt. 
Der Hluhluwe-Imfolozi Park in KwaZulu-Natal und der für seine schwarzmähnigen Löwen bekannte Kgalagadi Transfrontier Park am Northern Cape garantieren ebenfalls beste Erfolgsaussichten, einen Löwen zu erspähen.
 

Der Leopard – ein nächtlicher Herumtreiber


Den nachtaktiven Leoparden kann man am besten am frühen Morgen oder späten Nachmittag begegnen. Als Lebensraum bevorzugen die Einzelgänger dichte, an einem Fluss gelegene Buschlandschaften oder Wälder. Außerdem lieben sie bergige Regionen. Dort finden sie ihre Beute: Impalas, Paviane, Fische, Reptilien und sogar Insekten.
 
Leoparden sind normalerweise in ganz Südafrika anzutreffen. Das private Wildreservat Sabi Sands und der Krüger Nationalpark gelten jedoch als bedeutendste Heimat der Leoparden. Die Wildkatzen sind dafür bekannt, dass sie besonders schwer zu beobachten sind. Sie können nur einige Meter von einem Besucher entfernt sein und bleiben doch unbemerkt. In Kruger, zwischen Skukuza und Tshokwane, in Satra, Olifants, Letaba, Punda Maria und an den Flussufern des Sabie River gibt es gute Beobachtungsplätze. Der Kgalagadi Transfrontier und der Pilanesberg Nationalpark sind weitere empfehlenswerte Orte. 
 
Es bedarf mehr Glück dazu, einen Leoparden zu Gesicht zu bekommen als irgendein anderes Tier der Big Five. Daher ist es wichtig, auch Bäume und Felsen mit einem genauen Blick nach dieser Wildkatze abzusuchen.
 

Der Büffel – ein Tier mit Herdeninstinkt


Den nachtaktiven Leoparden kann man am besten am frühen Morgen oder späten Nachmittag begegnen. Als Lebensraum bevorzugen die Einzelgänger dichte, an einem Fluss gelegene Buschlandschaften oder Wälder. Außerdem lieben sie bergige Regionen. Dort finden sie ihre Beute: Impalas, Paviane, Fische, Reptilien und sogar Insekten.
 
 
 
 

Der Elefant – von der Matriarchin geführt


Elefanten leben in Herden, die von einer Matriarchin angeführt werden.
Die Schwergewichtler im Königreich der Tiere – ausgewachsene männliche Elefanten wiegen bis zu 5 750 Kilogramm – sind Vegetarier. Sie ernähren sich von großen Mengen an Gras, Laub, Früchten, Rinde und Wurzeln – sowohl tagsüber als auch nachts.
 
Das Revier der Elefanten im Krüger Nationalpark erstreckt sich über das gesamte Wildreservat. Es heißt, dass der Park über 10 000 Elefanten beherbergt. Shingwedzi, Mopani, Olifants und Letaba und das Gebiet zwischen Skukuza und Tshokwane sind besonders gute Regionen, um Elefanten zu beobachten.
 
Für diejenigen, die ganz nahe an Elefanten heran möchten, gibt es keinen geeigneteren Ort, als den Addo Elephant National Park im Eastern Cape. Die Elefanten hier sind weitaus entspannter als im Krüger Nationalpark. Elefanten zu sehen ist dort garantiert. Auch der Waterberg und der Pilanesberg Nationalpark bieten gute Möglichkeiten, Elefanten zu beobachten. In KwaZulu-Natal sollte man den Hluhluwe-Imfolozi Park, das Ithala Game Reserve, das Mkuze Game Reserve oder den Tembe Elephant Park besuchen, dem einzigen Ort, an dem man echte Natalelefanten zu sehen bekommt.
 

Das Nashorn – brachiale Gewalt


Im Krüger Nationalpark gibt es beides: Spitz- und Breitmaulnashörner. Breitmaulnashörner sind größer als ihre Verwandten und haben eine breite Unterlippe zum Weiden. Spitzmaulnashörner unterscheiden durch ihre spitz zulaufende Unterlippe, die ihnen das Blätterfressen von den Bäumen erleichtert. Die beiden Nashornarten unterscheiden sich weniger durch ihre Farbe – beide sind weder rein weiß noch schwarz, sondern eher gräulich - sondern vielmehr durch ihre unterschiedlichen Lebensräume. Breitmaulnashörner lieben weites Flachland und leben mit ihren Familien zusammen. Spitzmaulnashörner bevorzugen das Dickicht und sind Einzelgänger.
 
Im Krüger Nationalpark sind die meisten Nashörner im Süden des Wildreservats zu finden. Die Besucher sollten Pretoriuskop, Ber-en-Dal, Crocodile Bridge, Lower Sabie und Satara besuchen. Auch im Waterberg gibt es viele Nashörner, doch die ultimativen Nashornterritorien sind der KwaZulu-Natal – Hluhluwe-Imfolozi Park – der Park, der die Nashörner vor dem Aussterben bewahrte - und das Mkuze Game Reserve, in dem die weltweit größte Ansammlung von Spitzmaulnashörnern zu hause ist. Das Ithala Game Reserve beherbergt beide Arten von Nashörnern. Erfahrene Forscher wissen, dass Kothaufen oft verraten, wo sich Nashörner aufhalten. Also Augen auf!
 
 
 
 

Die “Small Five” beobachten

Wer keinen echten Löwen zu Gesicht bekommt, kann nach einem Ameisenlöwen Ausschau halten. Ist es nicht möglich einen Leoparden zu erspähen, hält man die Augen am besten nach einer Leopardenlandschildkröte offen. Büffel sind nur in bestimmten Gebieten anzutreffen, wohingegen die kleinen Büffelwebervögel in fast allen Teilen Südafrikas zu hause sind. Elefanten sind die größten Säugetiere, Elefantenspitzmäuse eine der kleinsten. Nashornkäfer haben offensichtlich keinerlei Ähnlichkeit mit den alten, gehörnten Tieren, ihren Namensvettern.
 
 

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