Mann und Frau stehen mit Kletter-Geschirr gesichert auf hohem Outeniqua-Yellowwood-Baum und blicken in die Ferne

Nur fliegen ist schöner

Mein Geschirr mit den vielen Karabiner-Haken hat die Nummer 99. Es ist schwer und stabil und ich sinniere über das Gemurmel meiner Kollegen hinweg, ob das wohl meine Schicksalsnummer sein wird. So richtig geheuer ist mir die ganze Sache hier nicht. Wenige Minuten später sitze ich mit selbigem Geschirr am Körper in einer Art Gelände-Bus und wir rumpeln eine unbefestigte Straße nach oben. Die Aussicht unter dem Helm heraus ist grandios. Die samtigen Drakensberg am Horizont und davor eine weite Graslandschaft in Grün-Orange.

Im Bus wird viel gekichert. Ich glaube, die anderen haben auch ein bisschen Angst.

Beruf: Kommunikationswissenschaftlerin
Interessen: Wein, gutes Essen, Kunst und Architektur
Trip: 15 Tage RundreiseRosa W. (38)

Oder hoffe ich das nur? Unsere Guides jedenfalls kokettieren mit dem Wissen über das, was gleich kommt. Und dann kommt es auch schon: wir tauchen über einen schmalen Pfad in einen sehr dichten Blätterwald ein. Es wird dunkel und dicke, von Schlingpflanzen umarmte Baumstämme ragen in das unendliche Grün über uns. Die Luft ist kühl und riecht nach Waldboden und Moos. 

 

Das Geklapper unserer Sicherheitsgürtel mischt sich mit den Vogelstimmen. Man sieht schon sehr lässig aus in diesem Profi-Geschirr um die Hüfte und nimmt nach kurzer Zeit die Attitüde eines gipfelerfahrenen Extremkletterers an. Achtung, Plattform eins in Sicht. Ok, jetzt heißt es „laufen lassen“. .  

Ich bin dran und mache den famosen ersten Schritt ins Leere. Dann schnurrt es mit mir davon. Das Seil. Nein, ich am Seil und schwupp: Landung geglückt. Aller Anfang ist schwer und in diesem Fall auch sehr kurz.

Ich will mehr. Länger schweben, weiter schauen und tiefere Täler überwinden.

Kommt alles noch. Ich weiß nicht, wie lange wir in den Bäumen spazieren gegangen sind. Man konzentriert sich nur auf diesen Schwebezustand, der so einzigartig ist. Für diese klitzekleine Fahrt am Seil ist man ganz mit sich alleine. Rundherum nur das herrliche Grün dieser uralten und sehr großen Bäume. Bei manchen Plattformen kann man ganz weit an den Stämmen herunterschauen. Eine atemberaubende Perspektive. Also, für heute jedenfalls war die Nummer 99 meine Glückszahl!

Mann schwingt sich an Drahtseil an hohen Bäumen entlang

MEHR INFORMATIONEN

 

Die Tsitsikamma Canopy Tour ist ein einzigartiges Abenteuer, bei welchem man an einem Drahtseil in über 30 Meter Höhe zwischen den uralten Outeniqua-Yellowwood-Bäumen entlangschwingt. Canopy Touren werden in Südafrika in den Regionen Tsitsikamma, Karkloof, Drakensberg, Magaliesberg und Magoebaskloof angeboten. 

 

Die Canopy-Touren dauern im Schnitt etwa 2,5 Stunden und kosten circa 450 Rand pro Person (Stand Mai 2012) – das entspricht etwa 45 Euro. In diesem Preis inbegriffen ist der Verleih der Ausrüstung, der Transport im 4x4 Fahrzeug, zwei bis drei professionelle Guides pro Gruppe, ein Erfrischungsgetränk und ein kleiner Lunch nach der Tour. Die Altersempfehlung lautet von 7 bis 70 Jahren. 

 

Man sollte schwindelfrei sein und keine Höhenangst haben. Kamera nicht vergessen: Solche Perspektiven hat man nicht oft im Leben!

 

Weitere Infos findest Du hier:

 

canopytour.co.za

sanparks.org/parks/garden_route/

 

 

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