Bild von zwei Sangomas mit weiß bemalten Gesichtern und geflochtenen roten Zöpfen

Reden mit dem Schlangengeist

Es ist dunkel in der mit Stroh gedeckten Rundhütte. Über eine Schale mit herb duftendem Weihrauch gebeugt, kniet die Sangoma, die im Alltagsleben Thembisile Maphumulo heißt. Ihr Haar und Körper sind mit Glasperlen geschmückt. „Großer Geist des Wassers, wir heißen Dich willkommen. Gütige Ahnen, wir verehren Euch und danken für Eure Anwesenheit“, murmelt sie auf Zulu. 

Die Stimmlage verändert sich und in der kühlen Hütte ist es nun unerträglich heiß.

Beruf: Architekt
Interessen: Fotografie, Kunst, Kultur
Trip: 14 Tage durch KwaZulu-Natal, Western CapePeter F. (42)

Die Luft scheint stickig und voller Energie. Ich bilde mir ein, eine Vibration in meiner Brustgegend fühlen zu können. Als ich mich an den Übersetzer wende, entwischt mir unbeabsichtigt ein Krächzen. „Jetzt ist der Geist in Dir“, jauchzt die Heilerin. Ich bin mir nicht sicher, ob ich froh oder beängstigt sein soll.

Ein königliches Leopardenfell dient als eine Art Altar, umgeben von einem Mischmasch aus Schlangenhäuten, Hühnerfedern und bunt bedruckten Stoffen. Es sind Knochen ihrer Ahnen, mit deren Eingebung sie Krankheiten diagnostizieren oder in die Zukunft blicken will. 

Gespannt lehne ich mich vor, um einen besseren Blick zu bekommen.

Vier Kinder gehen einer Heilerin hinterher
Zwei Kinder stehen vor einer südafrikanischen Hütte

Nach einer langen, kompliziert scheinenden Deutung in Zulu erhalte ich eine erstaunlich kurze Übersetzung von meinem Guide: „Deiner Karriere steht nichts im Weg. Deine Großmutter mütterlicherseits beschützt Dich. Ehre sie, wenn Du beruflich erfolgreich bleiben willst.“ Damit ist die Sitzung beendet. Blinzelnd stolpere ich aus der Hütte ins blendende Sonnenlicht. Ganz sicher bin ich mir nicht, was ich von der Weissagung halten soll. Meine Großmutter werde ich vorsichtshalber trotzdem weiter in Ehren halten. 

Bild von einem Medizinmann vor einer südafrikanischen Hütte

MEHR INFORMATIONEN

Mehr als 80 Prozent der südafrikanischen Bevölkerung besucht häufiger als dreimal pro Jahr einen Sangoma. Die Sangomas verstehen sich als Mischung aus spirituellen Heilern und Wahrsagern. In Südafrika genießen die traditionellen Medizinmänner ein hohes Ansehen - vor allem bei den Zulu, Ndebele, Xhosas und Swazis.

 

zululandeco-adventures.com 

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