RANGERIN GESAS TAGEBUCH TAG 10: MYTHOS "BIG 5"

Du musst sie gesehen haben

 

Löwe. Leopard. Nashorn. Büffel. Elefant. - Das sind die BIG 5 - die Tiere, die Safari-Guides regelmäßig zum Schwitzen bringen. Nicht etwa dann, wenn sie zu nah kommen, sondern wenn sie sich partout nicht blicken lassen und auf dem Rücksitz des Landrovers sechs gelangweilte Gäste sitzen. Die BIG 5 sind ein Mythos, geboren zu der Zeit, als Großwildjäger noch durch diese Lande streiften. Allerdings sind diese fünf Großen nur bedingt auch die Größten im Busch. Eine Giraffe ist immerhin größer als ein Büffel; ein Nilpferd schwerer als ein Leopard.

Die "Big 5" waren aus Jäger Sicht die Tiere, die am schwierigsten zu erschießen waren.

Geschossen werden bei uns nur die Fotos, der Mythos „BIG 5“ aber lebt weiter. Und es sind diese fünf Tiere, die auch mich in den ersten Monaten als Safari Guide am meisten interessieren. Wer aber eine Weile im südafrikanischen Busch verbringt, dem werden sie, nun ja, nicht unbedingt langweilig, aber der findet früher oder später Gefallen an anderen Wildtieren. Nach ein paar Monaten im Busch stelle ich darum meine eigenen „BIG 5“ auf, oder wie ich sie auch nenne: The Invisible 5 – die unsichtbaren Fünf. Denn mit keiner dieser Spezies hatte ich bisher besonders viel Glück:

Erdferkel

Nachtaktiv und ungefähr das coolste Tier, das es gibt, mit einer rüsselförmigen Nase und in der Lage, sich innerhalb von Minuten zum Selbstschutz in den Sand einzubuddeln. Ich glaube insgeheim, dass ich noch keines davon gesehen habe, weil sie sich heimlich alle längst bis nach Australien gebuddelt haben....

 

Schuppentier

Oder im Englischen „Pangolin“ genannt. Die lustigsten Tiere, die ich mir so vorstellen kann. Mit großflächigen Schuppen am ganzen Körper. Wie gern würde ich mal ein Baby-Schuppentier sehen!

 

Karakal

Wird auch Wüstenfuchs genannt und ist eine kleine Raubkatze mit spitzen Ohren wie ein Weihnachtself. Ich würde euch ein Foto zeigen – wenn ich bloß schon mal einen gesehen hätte!

 

Nashorn

Natürlich habe ich die dicken Einhörner schon mal gesehen. Aber nicht so häufig, wie ich mir das wünschen würde. Save the rhino! Wir müssen wieder mehr von diesen urtümlichen Tieren sehen!

 

Elefantenspitzmaus

Ab und an habe ich das Glück, dass mir mal eine um die Füße schwirrt und wenn ich am Morgen auf eine Fährte dieser kleinen Kerle stoße, ist mein Tag schon perfekt. Elefantenspitzmäuse bewegen sich auf einem sehr komplexen Netz an Pfaden, das sie auswendig kennen, um sich auf der Suche nach Futter zurück zu ihrem Bau nicht zu verlaufen.

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